Franchisekonzepte – Begriffserklärung und Wissenswertes
Franchisekonzepte zeichnen sich dadurch aus, dass sich im Unternehmen stattfindende Prozessabläufe standardisieren lassen. Dies stellt die Basis dar um ein Franchise System zu gründen. Dabei setzt sich das Franchisekonzept aus den folgenden drei Bausteinen zusammen:
- Eine gewinnbringende Geschäftsidee
- Standardisierte Prozess-Strukturen
- Organisatorische Aufteilung in Franchisegeber und Franchisenehmer als kooperierende Einheit
Auch wenn die Bausteine eines Franchisekonzeptes immer die gleichen sind, den Franchise Variationen sind keine Grenzen gesetzt.
Unterschiedliche Franchisekonzepte liefern spannende Gründungsideen
Allein in Deutschland gibt es an die 1.000 Franchisesysteme und fast ebenso viele Franchisekonzepte stecken dahinter. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den vertretenen Branchen wieder. Am häufigsten kommt Franchising im Dienstleistungssektor vor, gefolgt von Gastronomie, Handel und Handwerk. Wie agil und dynamisch die Franchisewirtschaft ist, zeigt sich auch in neuen Bereichen wie Social Franchising oder im Startup Bereich. Auch hier trägt Franchising dazu bei, ein soziales Anliegen bzw. eine Geschäftsidee zu multiplizieren.
Aber auch innerhalb der Branchen unterscheiden sich die Franchisekonzepte enorm. Im Fitness- und Wellnessbereich beispielsweise gibt es neben großflächigen Anbieter auch Microstudios, welche sich auf bestimmte Angebote spezialisieren, wie z.B. EMS-Training. Auch in der Gastronomie stehen XXL-Restaurants Delis (Feinkostgeschäfte mit integriertem Imbiss) und kleinen To-Go-Anbietern gegenüber.
Daher gilt: jede gute Geschäftsidee ist multiplizierbar und lässt sich in ein Franchisesystem umsetzen.
Finden Sie Ihr passendes Franchisekonzept
Die Franchisewirtschaft bietet daher eine bunte Vielfalt an Franchisekonzepten, von der Gründungsinteressierte bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit profitieren. Die Franchisesysteme, die der Deutsche Franchiseverband organisiert, sind übersichtlich im Systemfinder gelistet.
Neben der individuellen Recherche nach dem passenden System erhalten Sie in der jeweiligen Systembeschreibung alle nötigen Informationen und können auch direkt Kontakt mit dem passenden Ansprechpartner aufnehmen. Eine weitere Hilfe bei der Auswahl ist zudem das Siegel des Deutschen Franchiseverbandes. Alle Verbandsmitglieder, die es tragen sind geprüft und zertifiziert.
Ein Franchise-Konzept ist ein fertiges Geschäftsmodell. Ein Geber (Franchisegeber) leiht seine Marke und seine Ideen. Ein Nehmender (Franchisenehmer) baut damit vor Ort ein eigenes Geschäft auf. Beide sind rechtlich frei, aber arbeiten fest zusammen.
So funktioniert es
- Die Partner: Der Geber macht das System groß. Der Nehmende führt den Betrieb vor Ort.
- Das Handbuch: Alle Regeln und Abläufe stehen in einer Anleitung. So ist jeder Laden gleich.
- Die Gebühren: Der Nehmende zahlt Geld an den Geber. Das ist eine Startgebühr und oft ein Teil vom Umsatz.
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Man nutzt eine bekannte Marke. Man spart Zeit und Fehler, weil das Modell schon erprobt ist. Hilfe bei Werbung und Einkauf ist oft da.
- Nachteile: Man muss sich an strenge Regeln halten. Man ist nicht völlig frei in seinen Entscheidungen. Die laufenden Kosten mindern den Gewinn
